SEKTION BRANDIS

aktuell

100 Jahre – Jubiläum SAC Brandis

Theater Brandis 100 – Was bisher geschah

Die Gründungsversammlung
Werner Meister initiiert – mit Rückendeckung seines Vaters Jakob Meister – die Gründung der Sub-Sektion
Hasle-Rüegsau. Die Hasler unternehmen schon länger Voralpenwanderungen und leichtere Touren. Auch dank ein
wenig Übermut kann kaum etwas die Emmentaler bremsen – oder doch? Schlechtes Wetter ist es jedenfalls nicht:
Immer wieder regnet es aus Kübeln, schneit und stürmt – Hudelwetter hält die Sub-Sektiönler nicht von Touren
ab. Aber die um sich greifende Viehseuche und gleichzeitige Wirtschaftsdepression um 1920. Die Hälfte aller Mitglieder aus den ersten zwei Jahren geben das Bergsteigen auf.
Nun trennt sich der Weizen von der Spreu. Manch einer stellt bei sich eine Vorliebe für die Einkehr im
Restaurant fest und merkt dabei, dass er hierfür nicht im S.A.C zu sein braucht. Die Übriggebliebenen aber wagen
sich an immer grössere Touren: Mit Laternen «bewaffnet» durchs Lötschental mit dem Ziel Bietschhorn – leider
ohne Gipfelerfolg.

Im Schneesturm auf dem Fiescherhorn und in der Sommerhitze durchs Kiental und auf das Mutthorn
Oft sind die Hasler führerlos unterwegs und besteigen so das Aletschhorn und den Wildstrubel. In einem
zweiten Anlauf gelingt 1938 auch die Besteigung des Lauterbrunnen-Breithorns. Glücklicherweise wird die junge
Sub-Sektion in den ersten 20 Jahren vor Unfällen grösstenteils verschont. Einzig ein gebrochener Unterschenkel
als Folge eines gehaltenen Sturzes durch Verkeilung im Bergschrund ist zu beklagen. Die Lehre daraus ist folgende: Hat der Mittelsmann einer Dreierpartie keine Steigeisen, wie im hiesigen Fall, so vermögen seine Kameraden ihn im Falle eines Sturzes nicht zu halten. Es ist daher weniger gefährlich, wenn keiner Steigeisen trägt und der vorderste Mann im Abstieg Stufen hackt und die oberen gut sichern.
Seit 1921 sieht man auch immer mehr Hasle-Rüegsauer mit Skiern. In den heimischen Hügeln und Bergen
wird geübt, sobald genug Schnee liegt. Bald werden längere Ausflüge unternommen. So verbringt eine handvoll
Kameraden Silvester 1935 auf dem Hornberg bei Schönried.

Dies kann wohl als erster Freeridetag in der Geschichte des S.A.C.Hasle-Rüegsau gelten, werden doch die
Skifahrer mit dem neuen Funi – einem Schlittenzug – hangaufwärts befördert.

Meister Werner, Tribelhorn Konrad, Allenbach Fritz und Kameraden sowie drei Damen (Namen von Gründungsmitgliedern, Bild aufgenommen am 19.1.2019).

Video zum ersten Jubiläumsanlass vom 19.01.2019.

 

Zeitraum 1939 bis 1959

Skikurs auf der Engstligenalp

Auch die S.A.C. Sub-Sektion Hasle-Rüegsau kann sich am wachsenden Interesse am Schneesport nur erfreuen. Immer mehr Mitglieder betreiben im Winter das Vergnügen mit den Holzlatten. Regelmässig finden Skiausflüge im näheren Emmental oder in den Saanen- und Feldmöser statt. Die ersten Kriegsjahre in Europa bringen aber auch hierzulande eine allgemeine Abnahme des Bergsports mit sich und die Hasler schreiben kaum noch Tourenberichte – oder sie sind verschollen. Ab 1942 wächst aber das Interesse am Bergsteigen stark, teilweise wohl auch patriotisch motiviert.

Die erste Tourenwoche der Subsektion findet 1946 im Jungfraugebiet mit Führer Burgener statt. Die Organisation dieser Tour bedarf einiges an Können: Lebensmittel sind rationiert, doch findige Mitglieder schaffen es irgendwie, auch ohne Marken an Butter und Gnagi zu kommen – und sei es nur mithilfe einer Frau, deren Jugendliebe ein reicher Metzger war!

Noch immer werden grössere Touren mit Bergführern unternommen. Adolf Ogi, Vater des späteren Bundesrats, Emil Brantschen und Hans Burgener aus Grindelwald sind einige davon. Letzterer ist Hüttenwart auf der Glecksteinhütte, welche der Muttersektion Burgdorf gehört. Die Besonderheiten der Führer bringen allerhand lustige Anekdoten in den Tourenberichten mit sich. Oft ist schon die Anreise zur Tour eine sportliche Leistung. Nicht selten nehmen Mitglieder das Fahrrad bis Spiez oder Interlaken, um von dort mit dem Zug weiterzufahren.

In den 40er und 50er Jahren werden einige namhafte Gipfel wie das Lauterbrunnen Breithorn, der Eiger oder der Grand Combin bestiegen.

Als schwarzer Tag geht der 24. Juli 1950 in die Geschichte ein. Zwei Hasler werden im Aufstieg zur Bernina von einer Windböe vom Biancograt gefegt und verschwinden für immer im Tschiervagletscher. Doch auch nach diesem Unglück gelingt es den Mitgliedern der Sub-Sektion, manche frohe Tour zu organisieren. Dass Frauen seit Beginn dabei sind, ist in der Sub-Sektion Hasle-Rüegsau eine Selbstverständlichkeit.

Doch: Sehen das alle Sektionen so? Und was meint eigentlich der SFAC dazu? Wer interessiert ist an der Debatte über «Frauen im S.A.C», nehme doch teil an der Jubiläumstour vom 18. 5. 2019 auf dem Cheibehorn im Simmental.

 

Zeitraum 1959 - 1979

Ein Gipfeltreffen und die Frauenfrage im SAC

Die Frauenfrage wurde im SAC Schweiz zeitweise intensiv diskutiert, während gut 90 Jahren jedoch immer wieder vom Tisch gewischt. An einer Delegiertenversammlung im April 1978 wurden die Argumente beider Parteien – also der Befürworter von Frauen im SAC und deren Gegner -  aufgelistet. Es wird unter anderem von drohenden ehelichen Konflikten gewarnt – bei einem Zusammenschluss. Schliesslich leitete Peter Wenger, Präsident des Central Comités, 1978 die entscheidenden Schritte für die Fusion mit dem Schweizerischen Frauen Alpen Club (SFAC) in die Wege. Er war vorher Präsident der Sektion Blüemlisalp. Bezeichnenderweise heisst der formschöne Mittelgipfel des Blüemlisalpmassivs „weisse Frau“.

Die Sub-Sektion Hasle-Rüegsau sagte an ihrer Hauptversammlung von 1978 – also kurz nachdem sich auch der SAC Schweiz für die Frauen im Club ausgesprochen hat – mit 32 zu einer Stimmen ebenfalls ja. Diese Abstimmung war aber bei den Haslern eher Formsache. Schon in den 30er Jahren war Ruth Lehmann mit den Männern unterwegs. Den Berichten zufolge eine tüchtige Alpinistin. So war sie auch auf dem Matterhorn. Ob Führer Brantschen Sie nur dank der Flasche Kirsch des Tourenleiters mitgenommen hat, ist nicht belegt. Besagte Lehmann Ruth verlobte sich auf einer Tourenwoche der Sub-Sektion Hasle-Rüegsau mit Heinz Augsburger. Zumindest Sie hat also die Gefahr der ehelichen Konflikte widerlegt smiley.

Die Sub-Sektion hat das Jugendalter längst hinter sich. Wie der Alltag einer SAC Sektion aussieht und welche Herausforderungen doch noch warten – darum geht es im nächsten Theater - als Komödie in 3. Akten!

Darum: Erscheinet zahlreich auf der Jubiläumstour am 20.7.2019 auf der Alp Suls, im Lauterbrunnental. Beachtet dazu die separaten Ausschreibungen im Bulletin 3/19 und auf dieser Homepage sowie auf der Seite Tourenprogramm.

 

Der SAC Brandis wird 100 Jährig

Liebe Clubisten

Warum ist Papa Jakob Meister nicht ganz unwichtig für den SAC Brandis?

Wie kommt es zu der zwischenzeitlichen Namensänderung von Ernst Gerber selig zu Ernest Gerber?

Wer ist der Mann auf der Fotografie?

Was hat es mit den schwimmenden Fräulein im Vierwaldstättersee auf sich?

Welch erstaunlicher Inhalt tauchte 1957 in den Rucksäcken der Clubisten auf, als Sie sich Richtung Hohgant aufmachten?

Warum versetzte ein VW Bus 1971 Bergführer Edi Thomann in Staunen?

 

Antworten auf diese Fragen wirst du erhalten im Jubiläumsjahr 2019.

Der SAC Brandis wird 100 Jährig!

In 5 Akten auf 5 Touren zelebrieren wir 100 Jahre Club- und Alpingeschichte und feiern uns in einer grossen Chiubi am 19.10.2019

Darum – Save the Date (reserviert euch diesen Tag) und freut euch auf ein ereignisreiches Jahr 2019!

Das OK Brandis 100

Erneute Lieferverzögerung bei den Jubiläumsshirts

Das OK teilt mit:
Die erste Charge Jubiläumsshirts ist gedruckt und findet demnächst den Weg zu den Besteller/Innen.
Leider verzögert sich die Auslieferung der zweiten Charge wegen Lieferschwierigkeiten der Fa. Icebreaker erneut. Ein genauer Zeitpunkt kann noch nicht genannt werden.